Meisterinnen der Selbstführung

Es gibt sie, die unendlich vielen Solo-Selbständigen Frauen in der Beratung, im Coaching und im Trainingsgeschäft die vor Kurzem völlig ausgebremst und auf sich und/oder die Familie zurückgeworfen wurden. Zu Beginn der Pandemie machte es zwar eher den Eindruck eines ad hoc Aktionismus, denn jede wollte plötzlich etwas anbieten und etwas tun, um bloß vom Stillstand verschont zu bleiben.

Doch jetzt, jetzt erlebe ich, wie sie wieder zu sich kommen, sich ihrer selbst gewahr werden, das ausgebremst sein annehmen und daraus Neues entstehen lassen.

Im Geiste spielen und experimentieren sie, scribbeln Ideen auf Papier und erörtern sie mit anderen, lassen sich auf den Umgang mit Unsicherheit ein, blühen auf und folgen der Freude an sich, sind kreativ, ideenreich und betreten neue Pfade – trotz der Tatsache, dass kein bzw. nur kaum Geschäft vorhanden ist und trotz der Tatsache, dass manche von ihnen parallel zu 100% als Mutter gefordert sind.

Der Umgang mit dem ausgebremst sein ist bei ihnen so mannigfaltig und kunterbunt wie sie selbst. Doch eines fällt auf: Die Solo-Selbständigen Frauen haben etwas gemeinsam:

Sie sind wahre Lebensgestalter – machen das Beste aus der Situation und arrangieren sich neu.
Sie sind aufgeschlossen für das Neue – probieren sich aus, erkunden und denken quer.
Sie bleiben am Ball und gehen voran – mit Kreativität, Kraft und Optimismus.
Und – sie alle sind echte Meisterinnen der Selbstführung: reflektiert, bewusst, verantwortungsvoll und entscheidungsstark in komplexen herausfordernden Situationen. Tagein, tagaus.

Meines Erachtens können viele von ihnen lernen – sie sind Vorbilder für viele Führungskräfte – die Solo-Selbständigen Frauen.

Meisterinnen

18. Mai 2020